Es ist im Grunde das immer gleiche Muster, in Köln, München, Mainz, Freiburg-Gutachten, die das Faktische, Unfassbare anhand von Zahlen zu dokumentieren versuchen. Besonders feinsinnig die Konstruktion aus Mainz, sich das Gutachten eines Juristen mit nicht juristischer Zielsetzung erstellen zu lassen und auffälliger Weise gerade die amtierende BIstumsleitung aus der Verantwortung belobigend entlässt.
Der Antrag beim Bürgerbeauftragten des Landes Rheinland-Pfalz, Lehmann die Verdienstmedaille des Landes posthum abzuerkennen, wurde abgelehnt, da jene die Verleihung solcher Landesauszeichnungen üblichen Statuten eine Aberkennung nur zu Lebzeiten vorsähen …
In Bezug auf das Land Hessen läuft der Antrag derzeit noch…
Insofern solidarisiert sich das politische Gemeinwesen fernab von dem dasselbe legitimierende Volk mit den Missbrauchern, den Vertuschern und deren Institutionen, denen sie ihren evangeliumsfeindlichen Stempel aufgeprägt haben.
Die Wirklichkeit sieht indes belegbar anders aus. Herr Bentz, Weihbischof und Generalvikar, blockiert meinen seit 2012 laufenden Antrag auf Anerkennungszahlung, als Sanktion dafür, weil ich eine Datenschutzverletzung des zwischenzeitlich entpflichteten Ex-Missbrauchsbeauftragten kirchenrechtlich moniert habe. Die Geltendmachung des zivilrechtlichen Schadensersatzes vor dem Landgericht Mainz wird mit der vom Bistumsvertreter aus der Trickkiste gezogenen Einrede der Verjährung blockiert.
Der MIssbrauchsskandal ist noch lange nicht zu Ende. Sein hässliches, institutionelles Gesicht zeigt sich den Betroffenen und Geschädigten, die keine Opfer mehr sein wollen, immer deutlicher, im Spiegelbild einer Gesellschaft, die sich noch immer von wohlfeilen Versprechen sogenannter „Chefaufklärer“ blenden lässt. In Mainz wird öffentlichkeitswirksam eine kanonisch inexistente „Bevollmächtigte des Generalvikars“ fortschrittlich als Postbotin jener Nachrichten missbraucht, welche die eigentliche Bistumsleitung sich nicht traut, zu übermitteln. Es wirkt absurd, wenn -zu Recht- das frühere Versagen von Kirchenmännern wie Zollitsch und Lehmann gebrandmarkt und singularisiert wird, dabei jedoch unterschlagen wird, dass zum System Zollitsch auch der aktuelle Erzbischof gehörte und zum System Lehmann der aktuelle Bischof und Generalvikar. Die Köpfe sind ausgetauscht, der Missbrauch des Missbrauchs für die eigenen Zwecke setzt sich fort, den der Staat derartigen Organisationen nicht mehr durchgehen lassen dürfte. Keine Aufklärung im Erzbistum Köln, keine Personalentscheidung im Vatikan? Die Konsequenz müsste dies die sofortige Einstellung aller Zahlungen der Gebietskörperschaften der BRD an das Erzbistum Köln sein, analog in anderen Fällen.
Keine persönlichen Konsequenzen in Trier unter dem ehemaligen Missbrauchsbeauftragten Ackermann? Vorläufige Einstellung sämtlicher Zahlungen an das Bistum.
Das würde Mut und Engagement für die Geschädigten voraussetzen, mehr als nur Lippenbekenntnisse.
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